Qualitäts- und Umweltmanagement

Das Thema Qualitäts- und Umweltmanagement ist nicht nur bundesweit und Branchen übergreifend sondern auch weltweit ein permanent brisantes und wichtiges Thema.

Gerade wenn es um eine Revision dieser Normen geht, müssen sich sämtliche Unternehmen auf die Änderungen im Qualitäts- und Umweltmanagement einstellen und vor allem umdenken.

Im Jahr 2015 erfolgte eine Revision der ISO 9001, welche die derzeitige Version aus 2008 ersetzt, und der ISO 14001, welche die sogar noch ältere die Version 2004 ersetzt.

Wenngleich ein wesentlicher Teil des bisherigen Inhalts weitestgehend unverändert übernommen wurde, bedarf der Übergang zur 2015er Version einer sorgfältigen Vorbereitung bei über 60.000 betroffenen Organisationen in Deutschland.

Seit der Einführung dieser neuen Versionen der ISO 9001 und 14001 verfolgt man in verschiedenen Foren viele lebhafte Diskussionen zum Thema: „ISO 9001:2015 – was ist neu?“  Besonders häufig genannt werden Risikomanagement, strategische Analysen, Kontext, Führung und ein stärkerer Prozessansatz. Aber ist das wirklich so neu. Zweifellos wurde besonders die ISO 9001 im Text und in den Anforderungen angepasst. Der Grund liegt überwiegend darin, die Attraktivität für einen erweiterten Anwenderkreis zu steigern, eine Vereinbarkeit mit anderen gängigen ISO Normen herzustellen und einen modernen Managementansatz darzustellen. Jedoch sind die einzelnen Neuerungen so neu auch wieder nicht. Denn Risikomanagement, Kontext, Planung, Führung und so weiter sind schon seit Jahren gängige Praxis in modernen Unternehmen.

Wirklich verändert hat sich die Struktur auf Basis des „High-Level-Structure“. Dies um somit integrierte Management Systeme stimmiger zu machen und einfacher zu implementieren.

Diese einheitliche Struktur betrifft zunächst die ISO 9001, ISO 14001, ISO 22000 (ab 2016), ISO 45001 (ab 2017), ISO 50001 (ab ?).

Weitere Vorteil des Qualitäts- und Umweltmanagement sind abgestimmte Standardtexte, Begriffe und Definitionen.

Wirklich neu in der ISO 9001:2015 integriert sind Kontext, Risiken+Chancen, Wissen der Organisation und Überwachung von Änderungen. In der ISO 14001:2015 neu erwähnt sind das Life-Cycle Denken und die Verbesserung der Umweltleistung. Um letzteres zu erreichen werden alle Aktivitäten entsprechend ausgerichtet.

Dies bedeutet, dass die Geschäftsprozesse praxisorientierter integriert werden, Umweltkennzahlen vorhanden sind, die Umweltaspekte korrekt bewertet und stetig verbessert werden, die umweltbezogenen Risiken identifiziert wurden und mit Hilfe der Umweltaspekte der Life-Cycle Gedanke beachtet wird (Ressourcen, Herstellung, Lieferung, Gebrauch, Entsorgung).